IBM ThinkPad T60


So, auf vielfachen Wunsch ;) hier nun ein kurzer Testbericht zum neuen IBM ThinkPag T60.
Nach zwei Notebooks anderer Hersteller sollte nun also ein "echtes", qualitatives Notebook her, und die Wahl wurde das IBM T60, Modell 2007 63G.

Die Verarbeitung hat auch alle Erwartungen erfüllt, die ich mir erhofft hatte. Es macht einen soliden, durchdachten Eindruck.
Tippt man beispielsweise bei offenem Display gegen den oberen Rand des Displays, so wippt dieses kein einziges Mal nach - bei anderen Notebooks ist das anders. Und diese "Wipper" enden mit Haarrissen an den Scharnieren.
Diese sind beim ThinkPad nicht hübsch, aber sinnvoll aus Metall gefertigt.
Auch die Tastatur hat ihren Ruf als eine der besten Notebooktastaturen zu recht - es macht schon fast Spaß, damit zu schreiben....
Es fällt aber auf, dass alle "Add-On"-Features, wie die Knöpfe zum Einstellen der Tastatur und der blaue ThinkVantage-Knopf gleich mal eine Klasse schlechter verbeitet sind. Schade, dass man die paar Cent nicht noch investiert hat, um eine gute gesamte Tastatur zu bieten.
Wenn das Desgin auch nicht all zu hübsch im Vergleich zur Konkurrenz ist, so ist die Verarbeitung, meiner Meinung nach, nach wie vor das Maß der Dinge.

Das ThinkLight ist nicht nur ein nettes Feature, sondern sogar praktisch: Es beleuchtet die Tastatur im dunkeln. Cool!
Auch die Nippel-Maus zeigt sich besser, als erwartet, das Arbeiten damit ist genau so Gewöhnungssache, wie mit dem Touchpad.


Windows XP

Das Notebook kommt mit einem vorinstallierten Windows XP und einer Recovery Partition, leider aber keiner Windows CD.
Das Windows, dass sich über die RecoveryPartition jederzeit wieder in den Zustand der Auslieferung zurückversetzt werden kann, hat sogar mich beeindruckt:
IBM / Lenovo gibt sich wirklich Mühe, dem Benutzer alles unwichtige abzunehmen. Besonders gefällt mir dabei der Updater: Mit diesem wird das System komplett upgedated. Das beinhaltet nicht nur das Windows XP, sondern auch ALLE Treiber und sogar das Bios. Hut ab! Einmal auf "Update" geklickt, topp aktuell.
Auch Software kommt einiges mit: Virenscanner, Firewall, Mulitmedia, usw. Hab ich aber alle schon wieder deinstalliert...



Fedora Core 5


Als Linux-Vertreter muss auf den Schleppi natürlich Linux.
Die Frage ist nur, welche Distri sich besser verkauft - FC5, oder Suse 10.1. Da Suse 10.1 momentan noch nicht released ist, hab ich mit Fedora Core 5 begonnen.

Die Installation verläuft problemlos, alles wichtige wird tadellos erkannt.
Die WLAN-Karte lässt sich dank atrpms problemlos nachinstalliern, lediglich mit den ATI-Treibern von Livna hapert es gerade noch ein wenig. Deshalb stellt sich auch der Dual-Head Betrieb momentan als Problem dar. Könnte sich aber bessern, wenn die Treiber aktualisiert wurden.
Grafiktreiber
UPDATE: Installiert man die ATI-Treiber von Hand, dann funktioniert alles einwandfrei, auch DualHead. Um die Installation zu ermöglichen, muss man den X-Server in Version 6.9 vortäuschen, die Installation erfolgt dann also per Kommando:

# export X_VERSION=x690; sh ati-driver-installer-8.24.8-x86.run

Danach sollte man das System neustarten, und in Grub dem Kernel den parameter "linux 3" anhängen, so gelangt man in den Runlevel 3. Dort gibt man auf der Kommandozeile "cp -r /usr/X11R6/* /usr/lib/xorg/*" ein, um die Dateien zu kopieren. Danach folgt ein "aticonfig --initial" und ein "aticonfig --resolution=1240x1024", um eine xorg..conf zu erstellen. Dann per "init 5" in den Grafikmodul wechseln - tata: Es tut!
WLAN
Wie bereits oben erwähnt, gibt es bei atrpms die korreten Treiber mit allen Abhängigkeiten. Diese am besten per yum (yumex) installieren, und darauf achten, dass die *-smp Pakete verwendet werden. Den Daemon dann per /sbin/ipw3945d starten. Dann findet man das Wireless-Network auch im NetworkManager

Was noch zu installieren ist:
- Fingerabdruckscanner (Ein abgefahrenes Teil)
- Harddiskparking (Nice to have-feature)

Alles andere, wie LAN, WLAN, Grafik, SATA, Brenner usw. ist mit sehr wenig Aufwand schnell einsatzbereit.



Suse 10.1


Seit heute draussen, und schon installiert. Erster Eindruck: Naja.
Es tut alles recht gut, Installation verläuft problemlos, aber der große "Aha"-Effekt ist leider ausgeblieben.
Zum Technischen: Wie auch unter Fedora muss man in der neuen Version die Ati-Treiber von Hand nachinstalliern. Auch bei Suse verwendet man hierfür die Original-Pakete von Ati. Mit dem Unterschied, dass yast danach mit der Display-Konfiguration nicht mehr auf Anhieb zurecht kommt, und die OpenGL Unterstützung auch erst mal nicht funktioniert. Da war Fedora besser drauf ;)
Positiv ist aber die beigelegte Non-OSS-Cd: Damit lassen sich WLAN-Firmwares und Sache wie Java in proprietärer Form ratz fatz nachinstallieren - thumbs up.
Wovon ich mir allerdings mehr erhofft hatte, war der KNetworkManager - kann nicht mehr und nicht weniger als das Gnome-Applet unter KDE. Von daher - Naja. Aber schön. Das kann ja noch werden!
Mein erstes Fazit lautet von daher: Nett, aber nicht notwendig ;). Wer sich an Fedora gewöhnt hat (so wie ich mittlerweile), für den gibt es keinen Grund, zu Suse (momentan) (zurück)zuwechseln. Aber - Suse wird wieder besser! Man darf also gespannt bleiben!





Im Vergleich: 15" Notebook und 14,1" Notebook. Die fehlenden 3 cm bei gleicher Auflösunge machen sich beim Arbeiten überhaupt nicht bemerkbar.










Ein kleiner Nachteil des Gehäuses: Fingerabdrücke kleben lange am Deckel...


Kommentar schreiben
Keine Kommentare vorhanden